Donnerstag, 28. August 2014

Zirkulationspumpe Laufzeit

DVGW W 551/DIN 1988-200

“Bei hygienisch einwandfreien Verhältnissen können Zirkulationssysteme zur Energieeinsparung für höchstens 8 h in 24 h, z. B. durch Abschalten der Zirkulationspumpe, mit abgesenkten Trinkwassertemperaturen betrieben werden.”

lt. Kommentar zur DIN 1988-200 handelt es sich um hygienisch einwandfreihe Verhältnisse, wenn:
  • die Anlage nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik (DIN 1988-200, DIN 1988-300 und DVGW W 551) geplant, gebaut und betrieben wird oder
  • regelmäßig mikrobiologische Untersuchungen nachgewiesen werden.

Die EnEV macht dazu keine Angaben. Sie fordert jedoch, dass Zirkulationspumpen mit selbsttätig wirkenden Einrichtungen zur Ein- und Ausschaltung ausgestattet werden.

Die Nutzungseinschränkungen (z.B. im Komfortwohnungsbau) durch das Abschalten der Zirkulationspumpe können aber erheblich sein.
Die Verteilleitungen Trinkwasser warm werden zwangsläufig auskühlen. Festgelegte Ausstoßzeiten sind dann nicht mehr einzuhalten.

Sonntag, 1. September 2013

Summe Raumheizlast versus Gebäudeheizlast

⅀ Raumheizlast ist größer als die Gebäudeheizlast
Warum ist bei der Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 die Summe der Raumheizlasten größer als die Gebäudeheizlast?

Raumheizlast

Der gesamte Norm-Wärmeverlust eines beheizten Raumes Φi [in W] berücksichtigt

  • alle Wärmeströme (Transmissionswärmeverluste ΦT nach außen und innen)
    • an die Außenluft ΦT,e
    • ins Erdreich ΦT,g
    • in unbeheizte Nachbarräume ΦT,iue
    • in anders temperierte Nachbarräume ΦT,b

  • alle Lüftungswärmeverluste ΦV
    • nach außen durch den Mindestluftwechsel
    • durch Infiltration
    • bzw. eine Lüftungsanlage
    • sowie den Lüftungswärmefluß zwischen beheizten Räumen

    Bei naturlicher Lüftung wird zwischen dem Luftvolumenstrom für Mindestluftwechsel und Infiltration gewählt. Der größere Wert von beiden wird für die weitere Berechnung verwendet. In der Regel ist es der Luftvolumenstrom für den Mindestluftwechsel.

    Bei mechanischer Lüftung setzt sich der Wärmeverlust entsprechend der Konstellation (Zuluftsystem, Abluftsystem, Zu-/Abluftsystem usw.) aus unterschiedlichen Anteilen des
      • Lüftungswärmeverlustes aus Luftvolumenstrom Infiltration ΦV,inf
      • Lüftungswärmeverlustes aus Zuluftvolumenstroms ΦV,su
      • Lüftungswärmeverlustes aus Überschuss des Abluftvolumenstroms ΦV,mech,inf
    zusammen.

    • eine optional mit dem Auftraggeber vereinbarte Aufheizleistung


    Der Wärmefluß innerhalb der thermischen Hülle (zwischen den beheizten Räumen) für Transmission und Lüftung wird berücksichtigt.

    Gebäudeheizlast

    Der gesamte Wärmeverlust eines Gebäudes ΦHL,Geb berücksichtigt

    • alle Wärmeströme (Transmissionswärmeverluste ΦT,e nach außen durch die thermische Hülle), bestehend aus der Summe der einzelnen Räume
      • an die Außenluft ΦT,e
      • an das Erdreich ΦT,g
      • an unbeheizte Nachbarräume ΦT,iue

    • alle Lüftungswärmeverluste, bestehend aus der Summe der einzelnen Räume
      • Natürliche Lüftung
        Der Luftvolumenstrom V
        i für Mindestluftwechsel oder natürliche Infiltration wird auf Gebäudeebene (in der Regel) halbiert.
      • Mechanische Lüftung:
        Der Luftvolumenstrom V
        i ist die Summe aus halben Infiltrationsvolumenstrom, Zuluftvolumenstrom (ggf. über Wärmerückgewinnung vorgewärmt) und Zusatzvolumenstrom bei Anlagen mit Abluftüberschuss.

    Unter bestimmten Umständen ist es auch denkbar, dass Anteile aus natürlicher und mechanischer Lüftung kombiniert werden.

    • Aufheizzuschläge der Räume

    • Optionale Berechnung der gesamten Aufheizleistung für eine Gebäude

    Der Wärmefluß innerhalb der thermischen Hülle (zwischen den beheizten Räumen) für Transmission und Lüftung wird nicht berücksichtigt.


    Merke:
    Für den Normalfall (natürliche Lüftung, keine zusätzliche Aufheizleistung) kann man vereinfacht sagen, die Gebäudeheizlast ist kleiner als die Summe der Raumheizlasten, weil nur der Transmissionswärmeverlust nach außen durch die Gebäudehülle berücksichtigt und die Lüftungswärmeverlust halbiert wird.


    Unter Heizlastberechnung finden Sie weitergehende Informationen.

    Sonntag, 25. August 2013

    Checkliste Heizungsplanung

    Checkliste für die Heizungsplanung bei Sanierung

    Für die Heizungsanlagenplanung (Heizlastberechnung) sind nachstehende Unterlagen und Angaben erforderlich.

    Unterlagen

    • Vollständig bemasste Zeichnungen (im dwg-/pdf-Format)
    • Sind die Ansichten unvollständig, dann bitte zusätzliche Fotos (Frontalaufnahmen) beifügen. Wir müssen eine Vorstellung von Ihrem Gebäude erhalten.

    Objektdaten

    • Grundrisse incl.
      • Brüstungshöhe
      • Fensterbreite
      • Fensterhöhe 
    • Himmelsrichtung
    • Schnitte
    • Ansichten
    • Baujahr
    • Objektstraße incl. Haus-Nr.
    • Objekt-PLZ
    • Objekt-Ort
    • Nach welcher WSVO/EnEV wurde das Objekt
      gebaut:
      • WSVO 1977
      • WSVO 1982
      • WSVO 1994
      • EnEV 2002/2004
      • EnEV 2007
      • EnEV 2009
      • keiner
    • Kennzeichnung der Räume mit beheizt/unbeheizt
    • Lüftung
      • Natürliche Lüftung
      • Lüftungsanlage
        • Wärmerückgewinnungsgrad der Lüftungsanlage
    Bei Einbau einer Lüftungsanlage und Berücksichtigung in der Heizlastberechnung muss uns die Lüftungsplanung vorliegen. Ansonsten wird mit freier Lüftung gerechnet.

    U-Werte  

    • Außenwände
      • Gaubenwand, wenn vorhanden
    • Außenwände erdreichberührt
    • Fenster/Fenstertüren
      • Einscheibenfenster (Holz)
        • Kastenfenster
        • Verbundfenster
      • Zweischeibenfenster(Holz)
      • Kunststofffenster Isolierverglasung
      • Alu- oder Stahlfenster Isolierverglasung
    • Außentür
    • Innenwände
      • Drempel/Kniestock, wenn vorhanden
         
    • Fußboden gegen Erdreich (Bodenplatte)
    • Fußboden gegen Keller
      • Massives Bautei
      • Holzbalkendecke
    • Geschoßdecken-und Fußböden 
      • Massives Bautei
      • Holzbalkendecke
    • Oberste Geschoßdecke (Decke geg. unbeheiztem Dachboden)
      • Massive Decke
      • Holzbalkendecke
    • Dach
      • Massive Konstruktion (insbes. Flachdach)
      • Holzkonstuktion (insbes. Steildach)
    • bei fehlenden U-Werten bitte Wandaufbau beschreiben
      • Material
      • Schichtdicke
    • Wenn das Material unbekannt ist, wie sieht der Staub beim Bohren aus:
      • rot
      • grau
      • weiß 

    Heizungsanlage

    • Gewünschtes delta t (Spreizung) z.B. 70/55 °C oder 55/45 °C
    • Wärmeerzeuger
      • Typ
      • Hersteller
    • Schornstein vorhanden
    • Deckendurchbrüche einzeichnen
    • Rohrleitungsverlauf einzeichnen

    Heizkörperheizung

    • Gewünschte Heizkörper:
      • Glieder-Heizkörper
      • Platten-Heizkörper
        • Seitlicher Anschluss
        • Unterer Anschluss
    • Heizkörperstandort einzeichnen

    Fußbodenheizung

    Gewünschte Fußbodenheizung
    • FBH-Naßsystem
    • FBH-Trockensystem
    • Oberbodenbelag
      • Typ (z.B. Fliesen, Parkett usw.)
      • R-Wert (Wärmeleitwiderstand)
      • Zulässige Oberbodenbelagstemperatur
    • Welche zusätzlichen Heizflächen werden verwendet, wenn die Fußbodenheizung die Raumheizlast nicht deckt?
      • Heizkörper
      • Wandheizung
    • Verteilerstandort einzeichnen

    Bei Einbau einer Lüftungsanlage und Berücksichtigung in der Heizlastberechnung muss uns die Lüftungsplanung vorliegen. Ansonsten wird mit freier Lüftung gerechnet.

    Unter Heizlastberechnung finden Sie ergänzende Infos.

    Unter Kontakt können Sie eine Heizungsplanung in Auftrag geben.

    Sonntag, 31. März 2013

    Checkliste Heizlastberechnung

    Checkliste für die Heizlastberechnung

    Für die Heizlastberechnung sind nachstehende Unterlagen und Angaben erforderlich.

      Vollständig bemasste Zeichnungen (im dwg-/pdf-Format)

    • Grundrisse
    • Schnitte
    • Ansichten

      Wärmeschutz-/EnEV-Nachweis

      In ihm enthalten sind:
    • Baujahr
    • Objektstraße incl. Haus-Nr.
    • Objekt-PLZ
    • Objekt-Ort 
    • Himmelsrichtung
    • U-Werte
    • Wärmebrückenzuschlag
    • Gebäudeschwere 
    • Luftdichtheit der Gebäudehülle
    • Natürliche Lüftung/Lüftungsanlage
    • Wärmerückgewinnungsgrad der Lüftungsanlage

      Zusätzliche Angaben

    • gewünschte Raumtemperaturen
    • Kennzeichnung der Räume mit beheizt/unbeheizt
    • Räume mit Zusatzaufheizleistung
    • Grundwassertiefe (wenn bekannt )
    • Abschirmung/Gebäudelage

    Bei Einbau einer Lüftungsanlage und Berücksichtigung in der Heizlastberechnung muss uns die Lüftungsplanung vorliegen. Ansonsten wird mit freier Lüftung gerechnet.

    Unter Heizlastberechnung finden Sie ergänzende Infos.
    Unter Heizlastberechnung Angebot können Sie eine Heizlastberechnung in Auftrag geben.